Änderungen: 09.10.2017

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Chronik

©Copyright 2001 Bürgerverein Venwegen. Alle Rechte vorbehalten. 22.06.07


Gründungsmitglieder des Vereins "De Vennkatze" K.V. 1949 e.V.


Hinten: Gottfried Pütz, Adolf Tings, Heinrich Frings, Wilhelm Plum, Alois Keller, Jakob Keller(Vorsitzender)

Mitte: Heinrich Braun(Kassierer), Josef Mehr(Zeremonienmeister), Jean Rombach, Alois Klein, Barthel Hütten(Präsident)

Vorne: Klärchen Sauren/Wüsthoff(1.Prinzenmariechen), Jakob Conrads(1.Prinz), Josef Plum(Mundschenk)

 

Im Jahre 1948 beschäftigte sich die Interessengemeinschaft der Ortsvereine mit dem Karneval in Venwegen. Bisher war es keinem der Ortsvereine gelungen, eine publikumswirksame Karnevalsveranstaltung aufzuziehen. Nach eingehenden Überlegungen wurden je 3 Mitglieder der Vereine beauftragt, eine Karnevalsveranstaltung nach dem Vorbild größerer Karnevalsgesellschaften, d.h. mit Elferrat, Prinzenproklamation, Büttenreden und Tanzmariechen vorzubereiten. Vor allem sollte das Dorfleben und das Venwegener Brauchtum bei diesen Veranstaltungen stark in den Vordergrund treten. Hierzu gehörte viel Idealismus, große Begeisterung für die Sache und vor allem ein aktiver persönlicher Einsatz aller Beteiligten, aus dem Nichts etwas zu schaffen. Aber wie - ohne Geld? Die Opferbereitschaft überwand auch diese Klippe, jedoch mußte auch Kredit in Anspruch genommen werden.


Barthel Hütten erkundigte sich eingehend nach der Gestaltung und nach dem Verlauf einer Sitzung. Anschließend wurde gebastelt und geschneidert an Kostümen und notwendigen Utensilien. Als erstes Mariechen gewannen wir Kläre Sauren und als erster Prinz stellte sich Jakob Conrads zur Verfügung. Josef Plum übernahm das Amt des Mundschenks und Zeremonienmeister wurde Josef Mehr.


Die närrischen Tage rückten näher und erstmals fand in Venwegen im Jahre 1949 ein zünftiger, jedoch improvisierter Karneval statt. Zum Bersten gefüllt war der Saal, als zum ersten Mal in Venwegen ein Elferrat seinen Platz auf der Bühne einnahm. Die Sitzung wurde ein großer Erfolg und die Ortsvereine erzielten insgesamt gesehen gute Einnahmen.
Im April 1949 fand eine Zusammenkunft der Gemeinschaft im Gasthaus Kratzenberg statt. Obwohl der Überschuß aus den Karnevalsveranstaltungen überdurchschnittlich hoch war, fand sich kein Träger, um die entstandenen Kosten abzudecken. Nach einer Aussprache wurde unter den Beteiligten der einstimmige Beschluß gefaßt: "Wenn wir schon die Kosten persönlich tragen müssen, dann gründen wir ab 1949 einen selbstständigen Verein." Nach Einberufung einer Gründungsversammlung erfolgte die Wahl des Vorstandes, der sich aus den Herren Jakob Keller als Vorsitzender, Barthel Hütten als Präsident und Heinrich Braun als Schatzmeister zusammensetzte. Somit war die Gründung im Jahr 1949 erfolgt, der Vorstand ging an die Arbeit.

Begeistert wurde geplant und auf Vorschlag des Vorsitzenden, Jakob Keller, wurde in Anlehnung an die mit weißem Pelz besetzten Mützen der Vereinsname " KV 1949 De Vennkatze" gewählt. Diese auch wohl einmaligen Mützen werden heute noch getragen.
Einige Uniformen wurden vom Hofschneider Adolf Tings und die Mützen von den Frauen des Ortes angefertigt. Der Aufbau des Vereines ging gut voran. Die entstandenen Kosten trugen voll die Mitglieder und im Jahre 1950 fanden drei Tage Karneval in Venwegen statt. Bei der Sitzung stellte sich unser Mitglied August Führen als Prinz August 1. dem Narrenvolk vor. Er verstand es ausgezeichnet, die Narrenschar bei überfülltem Saal immer wieder zu Jubelstürmen und Narreteien hinzureißen. Den Maskenball am Rosenmontag gestalteten unsere Frauen, Dienstag war der Abschlussball. Nach diesen 3 tollen Tagen war der Karneval ein fester Bestandteil des örtlichen Dorflebens geworden.


Damit war der Karneval für Venwegen gesichert und zügig wurde der weitere Aufbau unseren Vereines ausgeführt. Die Anfertigung von Uniformen für Tanzoffiziere, Tanzmariechen, Mundschenk und Zeremonienmeister erforderte viel Arbeit. Hier ist der unentgeltliche Einsatz unseres Hofschneiders Adolf Tings und seines Assistenten Jean Rombach lobend zu erwähnen. Die unter der Regie von unserem Mitglied Hubert Kuckelkorn gebildete und trainierte Tanzgruppe war immer wieder eine Glanznummer der Sitzungen der kommenden Jahre.


Im Jahr 1951 übernahm August Führen als Präsident die Leitung der Sitzungen. Dieses Amt behielt er bis auf eine kurze Unterbrechung im Jahre 1957, wo Bruno Wagemann präsidierte, bis ins Jahr 1972 inne.


Der nächste Venwegener Karnevalsprinz war 1951 Heinrich Braun, der leider viel zu früh verstorbene Erzkarnevalist, der über viele Jahre das absolute Venwegener Büttenas war. Seine Ideen und jecken Einfälle kann man vielleicht mit einer kleinen Begebenheit dokumentieren: Heinrich Braun ist mit seiner Frau und einer Verwandten in Köln unterwegs. Hundert Meter weiter eine Straßenbahnhaltestelle, wo sich eine Straßenbahn gerade anschickt, abzufahren. Spontan nimmt Heinrich ohne weitere Erklärung seine beiden Begleiterinnen in den Arm und stürmt los Richtung Straßenbahn, die auch prompt wieder anhält und wartet. Keuchend erreichen die drei die Tramm und ... Heinrich läuft, ohne den verdutzten Schaffner eines Blickes zu würdigen, an der Haltestelle vorbei!


Von Heinrich Braun übernahm Josef Koch aus Hahn die Hahner waren mangels eigener Veranstaltungen oft gern gesehene Gäste auf den Sitzungen und Bällen der Vennkatzen 1952 das Prinzenamt, gefolgt von Gerd Savelsberg (1953), Bruno Wagemann (1954) und Theo Bock (1955). Die Prinzenmariechen der ersten Stunde waren 1949  1950 Kläre Sauren, 1951 Leni Keller, 1952 - 1955 Marie Luise Savelsberg.


Im Jahre 1956 war der Saal Kratzenberg geschlossen und so sahen sich die Vennkatzen gezwungen, anderenorts Karneval zu feiern. Der Weg führte mit einem Bus nach Köln zum Rosenmontagszug. Anschließend wollte man in einem großen Kölner Saal weiter feiern, gab dieses Ansinnen aber auf, do dort ein zu hoher Eintritt verlangt wurde, landete in Frechen (hier war es billiger) und traf am Abend in Zweifall ein. Der Bus wurde nach Hause geschickt und die dortige Gaststätte trocken getrunken. Durch den Wald ging es dann nachts zu Fuß wieder nach Hause.


1957 wurde dann mit dem Prinzen KarlHeinz Sauren eine Tradition geboren, die wohl einzigartig im hiesigen Bereich ist und die bis heute fortbesteht: die Geheimhaltung des Prinzen bis zur Proklamation bei der Sitzung.

Auf jeden Fall gab es zu dieser Zeit noch 2 Sitzungen, die erste AnfangMitte Januar und die Prinzenproklamation am Karnevalssonntag. Diese Sitzungen wurden natürlich nur mit eigenen Kräften bestritten. Jakob Keller als Vorsitzender bestimmte in den legendären Versammlungen im Billardzimmer des Hauses Kratzenberg, die sich immer bis in den frühen Morgen hinzogen: "Du un Du und Du mahzt j et ! " Das hieß Büttenreden u.a. Heinrich Braun, Alois Klein, Karl Klein, Bruno Wagemann, Willi Hammer oder Parodien Hermann Mohr, Jean Rombach. Jakob Keller duldete hier keinen Widerspruch und die angesprochenen konnten sehen, wie sie mit der Situation fertig wurden. Natürlich wurden die Reden vor der Sitzung auch noch von ihm abgehört. Die Programmfolge wurde ca. eine halbe Stunde vor der Sitzung im Billardzimmer festgelegt und gleichzeitig wurde Präsident August Führen unter vier Augen der Name des Prinzen mitgeteilt, was bei August dann oft die Reaktion auslöste: "Wat sach ich dann nu zo demm?"  Man sieht also, Improvisation war zu der Zeit alles.


Die zweite Sitzung mit der Prinzenproklamation wurde zum großen Teil von den Ortsvereinen gestaltet. Jedem Ortsverein wurde zur Auflage gemacht, zur Huldigung des Prinzen einen Vortrag zu halten in Form von Gesangsdarbietungen, kleinen Theaterstücken oder Parodien. So konnte man mit wenig finanziellem Aufwand einen zugkräftigen, ortsbezogenen Karneval feiern.


Die Festigung und der Aufstieg des Fastelovends in Venwegen war nicht mehr aufzuhalten. In den Folgejahren ernannte man die Prinzen Bernd Hoss (1958), Heinz Beißel (1959), begleitet von den Mariechen Felicitas Horbach, Hannelore Flohe und Irmgard Geilen und konnte mit dem Jubiläumsprinzen Heinz Rütgers im Jahre 1960 das erste närrische Jubiläum 11 Jahre de Vennkatze" feiern. Eine große Festsitzung war der erste absolute Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.


Im Laufe der Zeit änderte sich natürlich das Vereinsgesicht. Einige Mitglieder schieden aus, andere kamen hinzu und so startete man in die sechziger Jahre mit den Prinzen Erwin Vondermaßen (1961) und Karl Heinz Slangen (1962). Mariechen war in diesen beiden Jahren Roswitha Schreiber. Im Jahre 1963 mit dem Prinzen Peter Bock stand erstmals Helga Kuckelkorn (Brülls) als Tanzmarie auf der Bühne. Sie blieb es weit über zehn Jahre mit kurzen Unterbrechungen (1968 Renate Kuckelkorn, 1970 Annemarie Odekerken). Später trainierte sie unsere Tanzgruppen und Kindermariechen und widmete sich mit Ihrem Mann Hubert Brülls dem Kinderkarneval, der bis zum heutigen Tag zum Teil unter Ihren Fittichen steht. Die Kindersitzung entwickelte sich zu einer der zugkräftigsten Veranstaltungen der Vennkatzen.


Bruno Lawin, Jakob Keller und Erich Reuter hießen die Prinzen 1964  66, und in diesem Jahr feierten wir auch den ersten und bisher einzigen Kinderprinzen, Ingolf Rütgers.


1967 erklomm ein Mann den Prinzenthron, der später als Präsident über zwei Jahrzehnte bis 1995 die Sitzungen leitete und den Venwegener Karneval der siebziger bis neunziger Jahre entscheidend prägte: Franz Fred Königs.


Ihm als Prinz folgten 1968 Herbert Voell, 1969 Herbert Tings und 1970 Wolfgang Tings. So konnten wir 1971 mit einer prunkvollen Jubiläumssitzung und dem Prinzen Manfred Haarig das Fest "2 x 11 Jahre De Vennkatze" feiern.


Ansonsten begannen die siebziger Jahre für den Verein nicht sehr erfreulich. In den Jahren 1972 und 1973 war der Saal Kratzenberg geschlossen und ab 1974 erklärte sich kein Venwegener Bürger mehr dazu bereit, das Prinzenamt zu übernehmen. Gleichzeitig endete damit die Zeit einer weiteren Institution der ersten Stunde: die der Kapelle Poque aus Brand. Diese Musiker brachten über zwei Jahrzehnte "Källesch Saal" anfangs in der Besetzung Trompete, Klavier und Schlagzeug derart in Stimmung, dass eine Etage tiefer im Billardzimmer den Gästen angst und bange wurde, wenn über ihnen der Kronleuchter bedenklich wackelte. Sie ließen auch Generationen von Saalhelfern fluchen, die vor den Veranstaltungen das bleischwere Klavier über die steile Steintreppe zum Saal hochschleppen mußten.


Im Jahre 1978 beklagte der Verein den Tod seines langjährigen Präsidenten August Führen und hiermit beginnt auch in der Vereinsführung ein Generationswechsel. Jakob Keller, der bisher die Geschicke des Vereines mehr oder weniger alleine gelenkt hatte, gibt das Amt des Geschäftsführers an Rudolf Schäfer weiter und stellt aus gesundheitlichen Gründen wenig später auch sein Amt als 1. Vorsitzender zur Verfügung. Am 11.11.1980 findet eine außerordentliche Mitgliederversammlung im Jugendheim statt. Die Tagesordnung umfaßt die Genehmigung einer neuen Satzung, die Wahl eines neuen Vorstandes sowie die Eintragung ins Vereinsregister. So wird die "Karnevalistische Vereinigung 1949 De Vennkatze" am 29.1.1981 mit dem Vorsitzenden Dieter Drossard, dem 2. Vorsitzenden Harry Otten, dem Geschäftsführer Rudolf Schäfer, dem Kassierer Peter Becker und dem Sitzungspräsidenten Franz Fred Königs unter der Nr. 351 in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Eschweiler eingetragen.


In dieser Zeit war wegen Pächterwechsel Gaststätte und Saal Kratzenberg geschlossen und die Vennkatzen bewirteten über die Karnevalstage Ihre Gäste im Haus Kratzenberg unter tatkräftiger Mithilfe ihrer Frauen selbst. So wurde auch der finanzielle Grundstock zur großen Jubiläumssitzung "3 x 11 Jahre KV De Vennkatze 1949 e.V." gelegt, die am 6.2.1982 vor mehr als 800 närrischen Zuschauern im Festzelt "auf Bocks Wiese" stattfand.


Wir hatten mit Astrid Behntke (Robens) seit einiger Zeit wieder ein eigenes Mariechen und seit 3 Jahren waren die jonge van der Knepp", Rudolf Schäfer und Dieter Drossard, ein fester Bestandteil der Sitzungen.


In der wenig später am Karnevalssamstag stattfinden zweiten Sitzung kommt es zu einer spontanen Aktion, die das Prinzentum nach langen Jahren in Venwegen wieder erwachen läßt: Infolge starker Schneerälle verspätet sich ein verpflichteter Künstler und es entsteht ein Programmloch. Nachdem Präsident Fred Königs den Saal schon die obligatorischen 10 Minuten hat schunkeln lassen, kommt ihm aus heiterem Himmel der rettende Einfall: "Wer mache jetz Koche Karl zum Prenz!"  Begeisterte Zustimmung im Saal, wehren mit Händen und Füßen seitens Karl Koch. Es nützt nichts. Er wird aus dem Saal geschleppt in die gegenüberliegende Wohnung des Präsidenten, bekommt das noch vorhandene alte Prinzenkostüm verpaßt und marschiert wenig später unter ohrenbetäubendem Jubel als Prinz Karl 1. in den Saal ein. Dies ist ohne Zweifel einer der Glanzpunkte des Venwegener Karnevals. Prinz Karl lädt den ganzen Ort am Karnevalsdienstag zu Bier und Erbsensuppe auf seinen Hof ein und begründet damit die Tradition des Venwegener Dorfkarnevals, wo der Prinz mit seinem Gefolge nach einem Umzug durch den Ort die Bevölkerung zum Mitfeiern einlädt.


Am 4./5.9.1982 veranstaltet der Verein erstmals eine größere Vereinstour. Mit 39 Personen in PrivatPKWs ging es nach Wenden ins Sauerland, wo sich 2 Tage bei Wandern, Kegeln, Planwagenfahrt und Tanz vergnügt wurde.


In diesem Jahr erlitt der Verein aber auch einen herben Verlust. Nach langer, schwerer Krankheit verstarb unser Ehrenvorsitzender Jakob Keller. Er war über lange Jahre das Herz der Vennkatzen.


Auch im folgenden Jahr 1983 hatten wir wieder einen Prinzen, Erich Führen. Nun lief schon alles wieder in den althergebrachten Bahnen, d.h. der Prinz wurde geheimgehalten bis zum Prinzenproklamation am Karnevalssamstag.


1984 hieß der Prinz Reinhold Körfer, der als erster ein komplettes Gefolge mit auf die Bühne brachte. Auch dies war zukunftweisend, wurde beibehalten und noch derart verfeinert, dass in den letzten Jahren selbst dem Gefolge die Identität des Prinzen bis zum Moment der Proklamation verborgen blieb.


1984 und 1985 wurde wieder die Bewirtung des Hauses Kratzenberg von den Vennkatzen in Eigenregie durchgeführt und das Jahr 1985 brachte uns den wohl gewichtigsten Prinzen des Venwegener Fastelovends, Kurt Städing, auf unserem Bild als "Prinzenmariechen" mit Tanzoffizier Hermann Mohr.


Mit ihm ging auch gleichzeitig die jahrzehntelange Tradition von "Källesch Saal" zu Ende. Mit einer Träne im Auge bauten wir nach den Karnevalstagen 1985 die Dekoration zum letzten Mal ab, das Haus Kratzenberg wurde verkauft und umgebaut. Generationen von Venwegenern hatten hier ihren Spaß, stiegen erwartungsfroh die steile Außentreppe zum Eingang hinauf, drängten sich um die Theke, standen bei den Sitzungen in den Fensterwangen, pendelten zwischen Saal und Gaststätte hin und her und holten sich dabei einen Schnupfen, verbrannten sich an dem riesigen Kanonenofen die Kleider und wackelten gegen Morgen angesäuselt wieder die Treppe hinunter heimwärts.


Unsere neue Heimat war von diesem Tage an das neu erbaute Bürgerhaus, der ehemalige "Bullenstall" am Waldrand; viel größer, viel heller, viel moderner als der Saal, aber durch seine Größe und das Fehlen der Theke auch wesentlich schwerer in Stimmung zu bringen. Durch tolle Sitzungsprogramme und immer wechselnde, aufwendige Dekorationen wurde dieses Problem schnell gelöst.


Auf der Jahreshauptversammlung im März 1985 wurde HansHeinrich Maintz zum neuen 1. Vorsitzender der Vennkatzen gewählt, und unter seiner Leitung zogen wir am 25.1.1986 erstmals in das vollbesetzte Bürgerhaus ein um später den neuen Prinzen, Otto Wisser, zu küren.


Zur Sitzung 1987 brachte unser Mariechen Astrid erstmals ihre Schwester und spätere Nachfolgerin Evi Behncke mit auf die Bühne. Die Mariechen, die Tanzgruppen und das Männerballett wurden seit einigen Jahren bereits von Uschi Porps, einer ehemaligen Tänzerin des Stadttheaters Aachen und nun Venwegener Bürgerin, trainiert und auf einen beachtlichen Stand gebracht. Der Prinz hieß diesmal Bernd Frings, dem im Jahre 1988 Siegfried Meyer folgte. Dessen Bruder Willi, ein altes Venwegener Büttenass und nach Belgien "ausgewandert", war zu dieser Sitzung nochmals verpflichtet worden und war vor Überraschung kaum noch in der Lage, seine Büttenrede zu halten, als er seinen Bruder im Prinzenkostüm einmarschieren sah.


Im darauffolgenden Jahr wurde die Reihe der Prinzen "vomKnipp" von Fred Schönell für ein Jahr unterbrochen, um sich dann 1990 mit Hubert Bins fortzusetzen. Diesem folgte 1992 Udo Becker, eigentlich für 1991 vorgesehen. In diesem Jahr entschlossen sich die Vennkatzen jedoch wie viele andere Gesellschaften, infolge der Kriegsereignisse am Golf keine Veranstaltungen zu Karneval durchzuführen. Die bereits eingekauften Süßigkeiten für den Zug und den Kinderkarneval spendeten wir einem Stolberger Kinderheim.


Im April dieses Jahres 1991 verstarb unser Ehrenpräsident und Gründer der Vennkatzen im segensreichen Alter von 89 Jahren: Barthel Hütten. Sein Humor, sein hintergründiger Witz, seine Erzählungen und Vorträge wie "Der Taucher" oder "Die Einquartierung" werden uns mit Sicherheit unvergessen bleiben.


Im Jahre 1993 stand wieder ein Närrisches Jubiläum an: 4 x 11 Jahre De Vennkatze! Im Festzeit hinter dem Bürgerhaus begannen am 22.1.1993 die Jubiläumsveranstaltungen mit einem großen Festabend unter Beteiligung von ca. 20 auswärtigen Vereinen und Gesellschaften. Es folgte die Galasitzung am 22.1.1993 mit einigen der ganz großen Kölner Karnevalsstars. Zum Prinzen proklamiert wurde Heribert 1. Kaever. Während der Sitzung schwitzte nicht nur der Elferrat Blut und Wasser, denn ein gewaltiger Sturm drohte, das Zelt hinwegzublasen. Dieser Orkan führte auch dazu, dass am nächsten Tag die Kindersitzung aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgesagt und verschoben werden mußte. Sie fand wenig später unter dem Motto "Wat ene Zirkus" im Bürgerhaus statt. Zwischenzeitlich wurde der Kinderkarneval von Herbert Baldrian mitgestaltet und geleitet, dies bis zum heutigen Tag.


1994 findet die Kostümsitzung erstmals unter einem Motto statt, nach dem auch Bühne und Bürgerhaus dekoriert sind. Unsere Gäste werden ins legendäre "Moulin Rouge" entführt. Unter der Leitung von Manfred Porps und Fred Königs entsteht ein phantastisches Bühnenbild, im Mittelpunkt die sich drehenden, beleuchteten Flügel von Moulin Rouge. Abgestimmt darauf tanzt unser Showballett, das unter Uschi Porps zu einer Truppe gereift ist, die in unserer Region ihresgleichen sucht, einen begeisternden CanCan. Das Finale mit mehr als 20 aktiven KVMitgliedern und einem Operettenquerschnitt, gesungen vom Tenor des Stadttheaters Aachen, Willi Schell, war ein weiterer Glanzpunkt. Prinz Karneval wurde Gerd Koppermann.


Der"Wilde Westen" war das Motto der Sitzung 1995, Prinz wurde Wolfgang Klever. Diese Sitzung wurde die letzte unter der Leitung unseres langjährigen Präsidenten und heutigen Ehrenpräsidenten Franz Fred Königs, der aus gesundheitlichen Gründen das Amt niederlegte. Dieser Rücktritt bedeutete einen herben Schlag für die Vennkatzen, war es doch dieser Mann, der über zwei Jahrzehnte das Herz und das Aushängeschild der Vennkatze war, der die Mitglieder immer wieder mitriß und letztendlich in seiner Art, durch die Sitzung zu führen, wohl einmalig war. Auch der 1. Vorsitzende, HansHeinrich Maintz, stellte wenig später sein Amt zur Verfügung und es mußte ein neuer Vorstand gewählt werden.


Dies geschah am 8.11.1995 und die Versammlung wählte Rudolf Schäfer zum 1. Vorsitzenden sowie Manfred Porps zum Geschäftsführer. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Amt des Sitzungspräsidenten noch nicht neu belegt und erst im November wurde mit Dieter Beckers ein langjähriges Mitglied, der in früheren Jahren schon als Büttenredner und im Männerballett auf der Bühne stand, ein neuer Präsident gefunden.


Das Motto der Sitzung lautete 1996 "Närrische Zaubereien". Wer hätte besser als Prinz zu diesem Motto aufmarschieren können als Herbert "Muck" Baldrian, der im Nebenberuf als "Max der Clown" weit über die Grenzen Aachens bekannt ist und überall die Kinder und Erwachsenen mit seinen Zaubertricks und Clownerien begeistert.


"Op Dörp, op Stadt, wer mulie platt". Ganz auf den Aachener Karneval ausgerichtet ist das Programm der Sitzung 1997. Glanzvoller Höhepunkt für die Zuschauer und den neuen Prinzen Ralf Becker ist der Einmarsch der Stadtgarde Oecher Penn mit Musikzug, die das Bürgerhaus aus allen Nähten platzen läßt. In diesem Jahr erscheinen die Vennkatzen nach mehr als 4 Jahrzehnten in einem neuen Outfit. Die Frau das 1. Vorsitzenden, Le Schäfer, hat in ihrer Heimat Vietnam 1für die Mitglieder Fracks nähen lassen. Während eines Urlaubs in Saigon entstand die Idee. Rudolf Schäfer ließ sich einen Musterfrack schneidern, der Preis war günstig und so wurden zu Hause die Mitglieder von dem Gedanken überzeugt. Nachdem unser Ehrenmitglied Jean Rombach als Fachmann die Verarbeitung für sehr gut befunden hatte, wurden alle Mitglieder in die Wohnung des 1. Vorsitzenden zitiert, von seiner Frau Le vermessen und die Maße per Fax nach Saigon geschickt. Dort überwachte Le's Schwester den Materialeinkauf und die Fertigung. In zwei riesigen Koffern brachte Le's Bruder Thuot die Fracks nebst Westen und Hemden nach Deutschland. Und was wir kaum für möglich gehalten hatten: ohne eine Anprobe paßten alle Fracks bis auf zwei. Markus Richterich und ausgerechnet unser langjähriger Präsident Fred Königs hatten Probleme. Entweder konnte der eher körperlich kleine vietnamesische Schneider sich nicht vorstellen, dass in Europa die Menschen so groß werden oder ihm war der Stoff ausgegangen, jedenfalls waren bei beiden die Ärmel und die Hosenbeine entschieden zu kurz. Aber auch sie erhielten per Post noch rechtzeitig ihren Frack und die Vennkatzen konnten sich dem Publikum im neuen, feinen Zwirn zeigen.


Mit dem neuen Präsidenten Herbert Baldrian feierten wir im Jahre 1998 ein wohl einmaliges närrischen Jubiläum: Evi Behncke ist seit 11 Jahren unser Mariechen und unser Motto lautete: Jeck wie nie  11 Jahre Tanzmarie". Sie hatte sich einen Orden fertigen lassen, der auch in vergrößerter Form der Mittelpunkt des Bühnenbildes war. Evi, die sich unter Uschi Porps von Jahr zu Jahr auf einen höheren Leistungsstand steigerte, ist unser ganzer Stolz. Der Charme und die Ausstrahlung, mit denen sie ihre Tänze präsentiert, sucht seinesgleichen. Nie hat sie in den 11 Jahren auch nur ein einziges Mal gefehlt. Die Vennkatzen dankten ihr mit einem kleinen Brillantring.


Im Jahre 1998 erklomm ein Mann den Narrenthron der fest im Vereinsleben des Ortes verwurzelt ist. Mit Siegfried Schwarz bekamen wir einen Prinzen der ganz Venwegen sicher machte und dem sich jede Tür öffnete. Zur Verstäkung dienten ihm 2 Pagen.


So erreichen wir nun in diesem Jahr das halbe Jahrhundert. Leider mußten wir noch kurz vor dem Jubiläum den Tod unseres Ehrenmitgliedes und letzten aktiven Gründungsmitgliedes Jean Rombach beklagen. Der "Schäng", wie wir ihn alle nannten, war einer der letzten großen Idealisten im Vereinsleben Venwegens. Keine Arbeit war ihm zuviel und immer, wenn es hieß, dies oder jenes mußte getan werden, "Schängs" Hand war stets als erste oben. Sein Humor und sein Sinn für Kameradschaft und Vereinstreue sollte uns allen ein Vorbild sein. Wenn sich nicht weiter Leute vom Schlage eines "Schäng" Rombach finden und in seine Fußstapfen treten, werden die Traditionsvereine es in unserem Heimatort Venwegen in der Zukunft mehr als schwer haben. Auch wie Vennkatzen spüren dies am eigenen Leibe. Erstmals werden wir in diesem Jahr mit unseren Tanzveranstaltungen ins Pfarrjugendheim gehen, da in den letzten Jahren der Besucherzuspruch immer geringer wurde und das Bürgerhaus hierfür zu groß wurde.


Franz-Fred König wurde im Jahre 1997 zum Ehrenpräsidenten ernannt. Dies brachte ihm außer der Ehre auch noch einige schmucke Federn an seine Kappe. Auch heute noch ist er ein sehr aktives Mitglied im Verein. Mit dem Vorstandsmitglied und späteren Vorsitzenden Rudolf Schäfer hat er über lange Zeit den Verein nachhaltig geprägt und beide haben die traditionellen Werte des Karnevals in den Vordergrund gestellt.


Das Jahr 1999 brachte uns Prinz Uli (Stickelmann) als neue Tollität. Er entstieg zur Überraschung der Narren einer Riesentorte aus Pappe, die zuvor auf die Bühne getragen wurde.Der Verein feierte sein 50-jähriges Jubiläum und zu diesem Anlass wurde am Bürgerhaus ein Zelt angebaut. Erstmalig gab es in diesem Jahr eine Oldienight, die bis einschließlich 2003 jährlich statt fand.


Im Millenniumsjahr 2000 wurde Prinz Markus (Richterich) gekürt.Verkleidet als Fotograf hob man ihn in einem Gitterkorb unter das Zeltdach. Mit dieser Aktion sollte das Publikum getäuscht werden. Während des Sitzungsverlaufes zog er sich unbemerkt in diesem Container das Prinzenkostüm an. Zur Überraschung aller Anwesenden entstieg er im Kostüm diesem dann später und wurde zum neuen Prinzen proklamiert.


Der trommelnde Prinz Hubert (Hamacher) bestieg 2001 den Narrenthron. Bernd Frings las die Prinzenrede vor und Hubert sollte diese trommelnder Weise übersetzen. Was Bernd nicht wusste, unser Präsident Herbert Baldrian hatte ihm mit Absicht einige Fehler in den Text eingebaut. Dies führte zu großer Verwirrung bei Bernd und zu einer der am meisten belachten Proklamationen.


2002 hörte unser langjähriges Mariechen Evi Behnke auf und Jessica Welschhoff trat in ihre Fußstapfen. Jessica hatte bei Ihrer Premiere erhebliches Lampenfieber. Eine Ihrer größten Sorgen war, dass Ihr nicht bekannte Alter des neuen Prinzen. Nur „kenge aue Büll“ war Ihr sehnlichster Wunsch. Doch zu Ihrer und aller Überraschung wurde die Tollität 2002 Prinz Dietmar (Scholl), ihr jung aussehender Fahrlehrer. In dieser Session gab es zum ersten Mal ein Finale mit eigenen Kräften und dieses gibt es mit wenigen Unterbrechungen, verschiedenen Besetzungen und Trainerinnen bis heute.


In 2003 wurde Prinz Franz Josef (Scholl) auch Sam genannt der Herrscher der Narren in Venwegen. Dieser zog Altweiberdonnerstag nach seinen Besuchen in der Schule, Kindergarten, Altenheim und Bürgerhaus erstmalig mit seinem Gefolge nach Aachen. Dort besuchte er verschiedene Veranstaltungen bei Behörden. Dieser Besuch wird bis heute beibehalten.


Unser Prinz im Jubiläumsjahr 2004 (5*11 Jahre) wurde Dieter Simmler. Auch zu diesem Jubiläum gab es einen Festausschuss und eine Festschrift. Kräftig gefeiert wurde mit einer Jubiläumssitzung, einem Festabend und natürlich eine Kindersitzung.


Im Jahr 2005 dann eine Überraschung. Nach 40 Jahren hatte Venwegen wieder einmal einen Kinderprinzen. Aber nicht nur das, sondern die große Überraschung war, dass mit Prinz Norbert (Breuer) und Kinderprinz Niklas (Breuer) ein Vater mit seinem Sohn durch die närrische Zeit führte. Die Laudatio auf Vater und Bruder hielt der große Bruder Luke, der als Till mit im Gefolge war. Auch hierbei gab es eine Besonderheit, beide Prinzen traten mit gleichem Gefolge auf. Dies wurde nicht nur in der lokalen Presse veröffentlicht, sondern auch in der Lokalzeit Aachen des WDR übertragen, so das wir für einen Tag richtige Fernsehstars in Venwegen hatten.


Im Jahr 2006 erklomm ein Prinz, allen Venwegenern als „Tröte Hein“ bekannt, den Narrenthron. Weit über die Grenzen von Stolberg hinaus kennt man Prinz Heinz (Hilgers) als Berufsmusiker. Er heizte uns mit seiner Trompete bei allen Veranstaltungen gehörig ein und sorgte damit immer für gute Stimmung bei seinen Auftritten. Als Kinderprinz regierte in diesem Jahr Moritz (Flögel). Seine Mutter Birgit, eine Venwegenerin, heiratete mit Joachim Flögel einen Mann, der fest im Aachener Karneval verwurzelt ist. So war es beinahe selbstverständlich, dass die karnevalistischen Gene auf den Sohn übertragen wurden.


Unser Mariechen Jessica Welschhoff beendete ihr Lauf bahn als Tanzmariechen. Aus gesundheitlichen Gründen vertrat unser Ehrenpräsident Fred Königs unseren Präsidenten Herbert Baldrian.


Die Session 2007 brachte wieder etwas noch nie da Gewesenes im Venwegener Karneval. Vergeblich suchte man in diesem Jahr einen Prinzen. Na ja, wir sind ein kleiner Verein, recht flexibel und so dachten wir halt, dass wir die Session ohne Prinz durchziehen. Beinahe Jedermann im Verein hatte sich im Stillen schon damit abgefunden. Wer die Vennkatze kennt, der weiß, wir feiern den Fastelovend auch “Ohne“. Das Zelt war zur Prinzenproklamation gut gefüllt und wie üblich sollte nach der Pause unsere neue Tollität inthronisiert werden. Der Verein traf sich wie gewohnt in der kleinen Kneipe und harrte der Dinge die kommen sollten. Alles war darauf eingestellt, dass wir nun ohne Prinz einmarschieren und unser Programm dementsprechend gestalten. Aber wir hatten die Rechnung ohne Rudi Schäfer und Fred Königs gemacht. In einer stillen Stunde bei Fred hatte Rudi eine glänzende Idee, die Präsident Norbert Breuer dann in die Tat umsetzte. Ein älteres Prinzenkostüm, eine Prinzenkappe, ein Zepter, eine Holzpuppe mit lachender Gesichtsmaske, beweglichen Augen und Schnauz und schon stand er da, der Karnevalsprinz 2007 in Venwegen:“ Prinz Hammer-net “.Und dieser Prinz schrieb eine ganze Session lang Geschichte. Selbst die Jonge van de Beverau begleitete er zu einem Auftritt ins Eurogress. Ebenso konnte niemand für das Amt des Kinderprinzen gefunden werden. Kurzerhand wurde Lukas Klein zum Kinderprinzen proklamiert. Anlass für diese spontane Entscheidung lieferte sein närrischen Geburtsdatum, nämlich der 11.11. Sowohl bei Mädchen wie auch bei Jungen fanden erste Versuche statt, Kinder an den Verein zu binden. Verstärkt wurde in die Jugend investiert, verbunden mit der Hoffnung daraus Kräfte zu gewinnen, die sich später ebenfalls im Verein engagieren.


Unser seit 1995 amtierender Vorsitzender, Rudi Schäfer stellte sich nicht mehr zur Neuwahl. Sein Amt übernahm Detlef Wirtz. Neuer Präsident wurde in diesem Jahr Norbert Breuer. Er trat damit die Nachfolge von Herbert Baldrian an, der dieses Amt seit 1998 inne hatte. Leider waren wir in diesem Jahr auch ohne Mariechen.


In der Session 2008 ereilte uns schon wieder eine Premiere. Zum ersten Mal gab es in der Geschichte der Vennkatze ein Dreigestirn. Prinz Bruno (Bertrams), Jungfrau Norbert (Breuer) und Bauer Franz-Josef (Scholl) führten uns durch die Session. Ebenso gab es auch bei den Kindern ein Dreigestirn. Bei den Kindernarren herrschte Prinz Nico (Wergen), Jungfrau Niklas (Breuer) und Bauer Timo (Wergen).Hier, wie schon 2005 bekleideten Vater Norbert Breuer und Sohn Niklas jeweils ein Amt bei den Tollitäten. Mit Madeleine Hamacher hatten wir in diesem Jahr ein neues Tanzmariechen.


Rudolf Schäfer war von 1995 bis zum Jahre 2007 Vorsitzender der Vennkatze. Er wurde auf Grund seiner herausragenden Verdienste im Jahr 2008 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.


Die Session 2009 schloss sich beinahe nahtlos an die vorhergegangene an. Ein neues Dreigestirn erklomm den Narrenthron. Prinz Hermann-Josef (Hülbüsch), Jungfrau Hubert (Hamacher), und Bauer Horst (Wery) führten uns erfolgreich mit einem Potpourri von Aachener Liedern durch die Session. Jedoch bei den Kindern gab es etwas Neues. Mit Prinzessin Hannah (Klein) stand zum ersten Mal ein Mädchen den jungen Narren vor. Erst etwas schüchtern, dann jedoch mit viel Schwung ging es durch den Karneval. Außerdem war sie sehr textsicher bei allen aktuellen Karnevalshits.


Die Session 2010 hielt für alle eine Riesenüberraschung parat. Schwedische Freunde, die seit vielen Jahren unseren Karneval besuchen, wurden zu Beginn unserer Prinzenproklamation Mitglied bei den Vennkatzen. Das Tüpfelchen auf dem „i“ erfolgte jedoch nach der Pause. Mit Prinz Cary (Carphammer), Jungfrau Johan (Jannson) und Bauer Frank (Falter) erklomm ein schwedisches Dreigestirn den Narrenthron in Venwegen. Nach dem Motto “Hotta, Hotta, Hü, dat jov et selvs en Kölle nie, ne schmucke Prinz aus Bullerbü“ eroberte dieses Dreigestirn die Herzen der Narren in dieser Session. Zum 2. Mal in der Vereinsgeschichte gab es ein Kinderdreigestirn. Hier besetzte die Familie Dollhopf/Vreydal gleich den gesamten Narrenthron. Mit Prinz Alexander (Dollhopf), Jungfrau Tim (Vreydal), Bauer Niklas (Dollhopf) wurde im Kinderkarneval tüchtig gefeiert und geschunkelt.


In der Session 2011 gab es „wer jet neutz“bei der Proklamation der Tollitäten. Venwegen hatte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ein Prinzenpaar. Mit Prinz Jürgen (Crombach) und Prinzessin Maria (Klein) ging es mit den Narren durch eine kölsche Session. Auch bei den Kindern stand ein Prinzenpaar auf der Bühne. Als Enkelkinder von unserem Ehrenpräsidenten Fred Königs, war es für Kinderprinz Ben (Zumbe) und Kinderprinzessin Greta (Zumbe) kein Problem, einen tollen Kinderkarneval zu feiern. Ingolf Rüttgers löste Detlef Wirtz als Vorsitzenden ab. 2011 und 2012 konnten wir kein Mariechen präsentieren. Ein Highlight dieser Session waren die Auftritte der 3 beweglichsten Tenöre. Luke Breuer, Rene und Daniel Koch rissen die Narren bei ihren Auftritten von den Stühlen.


Die Session 2012 hielt sich ebenfalls nicht zurück, was die Überraschungen betraf. Mit Prinz Rene (Koch), Jungfrau Daniel (Koch) und Bauer Timo (Garbereder) wurde das jüngste Dreigestirn (19,33 Jahre im Schnitt) der Vennkatze inthronisiert. Jung, mit viel Power und Herz gelang es ihnen eine fantastische Session hinzulegen und Venweje stand Kopp. Bei den Kindernarren bestieg eine Prinzessin den Thron. Unsere Prinzessin Lisa (Schwarz) fegte durch den Karneval und unterhielt die kleinen Narren glänzend. Unterstützt wurde sie von ihrer Schwester Maike, die sich ab diesem Jahr als Kindertanzmariechen im Verein etablierte.


Piraten erstürmten unter Führung von Prinz Ralf (Schaffrath), Jungfrau Hermann-Josef(Hülbüsch) und dem Bauern Bruno (Bertrams) das Bürgerhaus. Das Dreigestirn 2013 begeisterte sowohl in Venwegen als auch bei allen auswärtigen Auftritten die Narren mit ihrem schwungvollen und stimmgewaltigen Programm. Kinderprinz in dieser Session wurde Leon (Messinger). Souverän wie ein Altkarnevalist stand er schon bei der Proklamation auf der Bühne. Bei zahlreichen Auftritten, ob bei Jung oder Alt zeigte er, dass er sein Programm nicht nur beherrschte, sondern auch die Jecken zu motivieren verstand.


Mit Laura Robens waren wir in der glücklichen Situation wieder ein Mariechen zu haben. Jedoch bei der Generalprobe zu ihrem ersten Auftritt verletzte sie sich schwer und fiel für die gesamte Session aus. Ein besonderes Spektakel boten, mit eigenen Kräften bestückt, die Bläcke Fööße. Mit Liedern der Bläck Fööss, ihren Füßen und Händen eroberten sie die Herzen der Zuschauer. Ingolf Rüttgers legte aus privaten Gründen sein Amt in diesem Jahr nieder. Nachfolger als Vorsitzender wurde Armin Hubertz.


Unter dem Motto “Vennkatze, jeck wie eh un je, mer fiere diess Johr met Spanije Ole“ wurde 2014 das Prinzenpaar Prinz Armin und Prinzessin Alice (Hubertz) proklamiert. Spanische Klänge und Tanzeinlagen wurden den Narren geboten und rissen diese von den Stühlen. Diese Beiden sind nicht nur auf der Bühne ein Paar, sondern auch ein Ehepaar im richtigen Leben.Kinderprinz wurde in dieser Session Prinz Sandro (Brülls). Seinem Hobby Fußball unterstellte er den Sessionsverlauf und so brachte er ordentlich Schwung in den Kinderkarneval. Viele große Kinderaugen verfolgten die Proklamation des an einem Rosenmontag geborenen Kinderprinzen.


Über unsere Showtanzgruppe, die seit vielen Jahre mit wechselnden Besetzungen und Trainerinnen besteht, ein Loblied anzustimmen hieße “Eulen nach Athen zu tragen“. Jahr für Jahr, mal mit nur wenigen Tänzerinnen, mal mit mehr Girls, steigt die Stimmung im Saale wenn sie ihre Tänze zum Besten geben. Jedem echten Vönnwejener Jeck schwillt die Brust, wenn diese jungen Frauen bei unseren Auftritten ihren Tanz und die Vennkatze präsentieren. Unsere Mädchentanzgruppe, die Vennkätzchen, tanzte offiziell im Jahre 2010 erstmalig auf unseren Veranstaltungen. Was etwas schüchtern mit der Premiere begann, entwickelte sich glänzend. Personell, sowie auch tänzerisch gab es immer wieder Fortschritte. Mittlerweile ist diese Gruppe einer der Glanzpunkte bei unseren Auftritten.


Durchgehend die letzten Jahre bildete der Abschluss bei der Prinzenproklamation unser Finale, mit eigenen Kräften (30 Personen und mehr) und eigenen Trainerinnen. Von vielen im Publikum mit Spannung erwartet, ein Evergreen im wahrsten Sinne. Egal ob Geschichten vom Lande, berühmte Unterhaltungskünstler aus Funk und Fernsehen, Kölsche Verzääl, Sketche etc., diese Truppe war immer ein voller Erfolg und der krönende Abschluss unserer Sitzungen. Auftritte bei auswärtigen Veranstaltungen bestätigten immer wieder ihre gekonnten Vorführungen.


Vergessen sollten wir eine Gruppierung jedoch auch nicht. Die KV-Frauen, größtenteils Partnerinnen unserer Mitglieder, waren in jedem Jahr sehr aktiv im Venwegener Karneval. Mit tollen Kostümen und guter Laune bereicherten sie unsere Veranstaltungen. Ebenso bei unserem traditionellen Dorfumzug ließen und lassen sie es sich nicht nehmen, als Fußgruppe unseren Zug zu verschönern.


6 X 11 Jahre war der bestimmende Tenor in dieser Session bei den Vennkatzen. Dafür hatten wir mit Prinz Daniel (Koch) und Prinzessin Alicia (Cabello) genau das richtige Prinzenpaar 2015. Mit viel Kavum und einem 12-köpfigen Gefolge stürmten sie alle Säle. Auch konnten wir wieder einen Kinderprinz proklamieren. Prinz Louis (Dolzmann) überzeugte souverän mit seinen Auftritten und brachte mit seinem Gefolge und Titel der Village People die richtige Stimmung für das junge Publikum. Ein weiterer Höhepunkt der Session war der Jubiläumsabend der Vennkatze. Mit einem gut gefüllten Saal, einem sehr guten Programm und Bombenstimmung wurde den 66 Jahren K.V. de Vennkatze 1949 e.V. ein würdiger Rahmen verliehen.


In 2015 gab es noch ein besonderes Ereignis für die Vennkatze. Der Verein wurde mit dem Oecher-Karnevals-Kulturpreis ausgezeichnet. Dieser Preis würdigt die intensive Jugendarbeit sowie die Förderung des karnevalistischen Brauchtums und obendrein gab es noch einen Scheck in beträchtlicher Höhe. Ebenfalls fanden im Juni des laufenden Jahres bei der Jahreshauptversammlung Vorstandswahlen statt. Manfred Pelzer gab nach 30 Jahren das Amt des 1.Kassenwart an Ralf Schaffrath ab. Manfred ist jetzt 2.Kassenwart. Die Mitglieder der Vennkatzen bedankten sich beim Vorstand für die hervorragende Arbeit.


2016 bot für unseren Ort mal wieder etwas besonders. Mit dem Prinzen Michael I. (Köppen) und Prinzessin Astrid (Robens) regierte zwar wieder ein Prinzenpaar, aber der Prinz ist wohnhaft in Nürtingen und damit ein waschechter Schwabe. Das Prinzenpaar rockte die Sitzungssäle und wurde dafür von den Narren enthusiastisch gefeiert. Einen überaus souveränen Auftritt mit der nötigen Portion Stimmung schaffte die neue Kinderprinzessin Hannah II. (Breuer) bei ihrer Proklamation. Wohnhaft ist sie im südlichsten Ortsteil von Venwegen, nämlich in Mulartshütte. Bei unseren Tanzgruppen gab es Quantitativ neue Rekorde zu vermelden. So konnten die Minivennkätzchen mit 19 Kindern, die Vennkätzchen mit 12 Kindern und die Showtanzgruppe mit 17 jungen Damen ihre Tänze gekonnt vorführen.


Obligatorisch ist auch schon das Sommerfest (2016) der Vennkatze. Außer gutem Essen und Trinken gab es noch viel Zeit zum Reden und ein wenig Unterhaltung für die Kleinen. Im September 2016 führte der Verein eine Tour an die Ahr durch. Nach einer schönen Wanderung über den Rotwein-Wanderweg wurde beim Weinfest in Dernau ein feucht fröhlicher Abschluss des Tages gefeiert. Ein Prinzenpaar, Prinz Ralf I.(Dolzmann) und Prinzessin Nicki(Dolzmann), eroberten mit einem großen Gefolge in der Session 2017 den Thron und die Herzen der Narren. Nach dem Motto „Op in Kölle, in Oche oder im ganzen Land, de Vennkatze fiere außer Rand und Band“ feierte das Prinzenpaar mit den Vennkatze den Karneval in Venwegen und bei befreundeten Gesellschaften. Kinderprinzessin in diesem Jahr war Joelle I. (Meder). Aus unserem Nachbarort Rott stammend, tanzt sie schon einige Zeit bei den Vennkätzchen. Sie begleitete uns bei vielen Auftritten und bescherte uns eine tolle Session. Zum ersten Mal durften wir bei unserem Umzug am Tulpensonntag einen auswärtigen Verein begrüßen. Mit dem Musikkorps und ihrem Sessionswagen führten die Sündenböcke aus Breinig den bis hierhin größtem Umzug durch Venwegen an. Das Maifest 2017 mit dem rheinischen Comedian Christian Pape wurde ein voller Erfolg. Bei guter Stimmung wurde danach im Bürgerhaus noch fröhlich weiter gefeiert und getanzt. Bei der Jahreshauptversammlung im Mai war der wichtigste Tagespunkt die Neuwahl des Vorstandes. Neugewählt werden musste ein Geschäftsführer, dieser wurde mit Ernst Gerden gefunden. Ansonsten blieb der Vorstand in seiner Besetzung erhalten.


Stand Mai 2017 (Chronisten: Walter Grettern und Rudolf Schäfer)